Archiv für den Monat: Mai 2016

Mohn und seine Heilwirkung

Mein heutiger Morgenspaziergang beschenkte mich sehr reich mit Mohnblumen. Ich konnte mich kaum satt sehen an diesen wundervollen, kraftvoll roten und doch so filigranen Blüten.

Mohnblumen im Mai

Robert Franz sagt: In der Natur ist der Klatschmohn ein geeignetes Mittel um sich von einer Sehnenscheidenentzündung zu befreien. Der Stängel des Klatschmohns ist die Sehne und die roten Blüten symbolisieren die Flamme (Entzündung). Bildlich betrachtet ist die Blume wie eine entzündete Sehne.

Ich nehme 100 Blütenblätter für ein Glas und gebe ein sehr gutes Olivenöl darüber. Das Glas stelle ich in die Sonne, drehe es immer wieder und nach 2 Wochen habe ich ein wundrbares  Mittel gegen Sehnenentzündungen.

Im keltischen Baumorakel von Philip und Stephanie Carr-Gomm steht:

Mohn – die Blume von Leben und Tod
Die Blütenblätter des Mohns sind so empfindlich, dass man ihn nicht pflücken und in die Vase stellen kann. Der Mohn ist so alt wie der Ackerbau und hat sich überall da angesiedelt, wo der Boden bestellt wurde. Die blutrote Farbe und die fast unheimliche Tatsache, dass der Samen jahrelang im Boden lagern kann – um dann als feuerrote Flamme aufzutauchen – führen zur Assoziation mit Tod und Wiedergeburt sowie Fruchtbarkeit und Muttergöttin. Die Mohnblumen scheinen für immer verschwunden zu sein und dann – wie aus dem Nichts – kehren sie auf ein Feld oder eine Wiese zurück und versetzen und mit ihrer Schönheit in Erstaunen. Der Mohn kann dir sagen, dass verloren geblaubte Fähigkeiten wieder zu dir zurückkehren oder Eigenschaften, von denen du meinst, sie nicht zu haben, auftauchen können.

Vor einiger Zeit habe ich Löwenzahnblüten geerntet (schnell noch, bevor sie von meinem Vermieter gemäht wurden) und ebenfalls in einem Glas angesetzt. Nach 4 Wochen ist dieses Öl fertig und kann in eine dunkle Flasche gefüllt werden. Es ist ein sehr gutes Massageöl und kann bei Gelenkschmerzen und Verspannungen verwendet werden.

Löwenzahn

Selbstverständlich schmeckt das Öl auch in einem Salat.

Die goldne Pracht hat ausgeblüht,
die kleinen Sonnen sind verglüht.
In silbernen Laternchen glimmt ihr Licht,
bevor es Abschied nimmt,
bevor der Wind es rings verweht
und neue goldne Sonnen sät.
(aus Zauberpflanzen und Hexenkräuter von Gertrud Scherf)

Die Natur bietet uns so viele wirksame Heilmittel, wir brauchen nur zugreifen. Bitte aber nur so viel, wie du wirklich brauchst. Und vergiß nie, einen Dank zu spenden. Ich habe immer Körner, Tabak oder Polenta dabei, wenn ich spazieren oder wandern gehe. Wenn ich etwas von der Natur nehme, gebe ich auch etwas zurück. Auch wenn ich mir Energie von einem Baum hole, bekommt er eine Gabe dafür.

 

 

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Großvater Yagé

Sehr spontan habe ich mich zu dieser Zeremonie entschieden, liegt meine letzte doch schon wieder 3 Jahre zurück. Yagé, eine andere Bezeichnung lautet u.a. Ayahuasca wird aus der Liane Banisteriopsis Caapi und Chacruna hergestellt. Die Herstellung des Trankes ist aufwändig und er wird von den Indigenen im Amazonasgebiet seit Jahrtausenden verwendet. Ayahuasca

Die Einnahme des Sudes führt zu einer stark reinigenden Wirkung, die mit mehr oder weniger starkem Erbrechen und Durchfall einhergeht, dh. ein natürliches Entgiften findet statt. Auch auf energetischer Ebene erfolgt eine Reinigung und eine Erweiterung des Bewusstseins, was sich durch Visionen zeigen kann.

Es ist eine Zeremonie, die in der Nacht durchgeführt wird. Der kolumbianische Schamane Taita Juan Jamioy leitet sie und ich fühle mich bei ihm gleich von Anfang an gut aufgehoben.

Um etwa 21:30 nehmen wir den Trank zu uns. Mein Thema ist diesmal, mich von Bewertungen, Be- und Verurteilungen zu befreien und ich bitte „Abuelo Yagé“, den Pflanzengeist, mich dabei zu unterstützen.Kette

Relativ rasch nach der Einnahme kommen die ersten Visionen. Ich sehe goldene Ornamente auf schwarzem Untergrund, die sich kreisend drehen. Die ersten Reinigung findet auch ziemlich bald statt. Ich habe das Gefühl, mein Körper gerät aus den Fugen. Alles ist schief, verdreht, dehnt sich aus. Ich hole immer wieder „Fäden“ aus meinem Mund. Irgendwann setzt sich mein Körper wieder in seinen Normalzustand zusammen.

Anschließend kann ich mich den schönen, kaleidoskopartigen Bildern meiner Visionen hingeben. Bunte, schillernde Farben und Formen kommen und gehen. Aber ich sehe auch Tiere, die sich in seltsame Kreaturen verwandeln, bedrohliche Formen annehmen. Ich entscheide mich, allen zu danken, dass sie sich zeigen und durch meine Angst zu gehen. Immer, wenn ich das Gefühl habe Unterstützung zu brauchen, ist der Schamane bei mir, spielt auf seinen Instrumenten, rasselt und singt seine Heillieder. Ich denke, sein Geist ist da – bei uns allen – immer und immer wieder.

Der Jaguar erscheint wieder und gibt mir Kraft. Ich spreche in einer Jaguarfremden Sprache, die mir sehr vertraut ist und ganz am Schluß kommen sehr schöne Blumenblüten in einem intensiven rosa Farbton.

Um ca. 4:00 Uhr früh fühle ich mich wunderbar friedlich und geborgen. Taita singt noch immer. Anscheinend spürt er, dass einige von uns noch nicht mit ihrer Reinigung fertig sind. Um 5:00 schlafe ich ungefähr eine Stunde und werde von einem weiteren schönen Lied in den Tag geholt.

Ich bin dankbar und fühle mich gereinigt, gestärkt und in mir ruhend.

Ich wähle sehr sorgfältig aus, bei wem ich eine Zeremonie mache, lese über den Schamanen, schaue mir – falls vorhanden – Berichte auf youtube an und horche genau in mich hinein, wie es sich anfühlt. Und es wurde mir wieder bestätigt, dass ich meinem Gefühl absolut vertrauen kann.

Jetzt werde ich noch ein Bild von meinen Visionen malen.

Danke dem Pflanzengeist „Abuelo Yagé“, Taita Juan Jamioy, Laura, Mara und allen, die mich begleitet und unterstützt haben.

 

 

 

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