Archiv für den Monat: August 2016

Lernen von Wurzeln und Steinen

Ein wunderbares Wochenende darf ich diesmal verbringen – ein sehr langes noch dazu. Von Freitag bis Dienstag habe ich mir frei genommen und werde reichlich belohnt.

Sonntag bin ich in meiner Heimat – in der Steiermark – und freue mich sehr, meinen Onkel aus Deutschland zu begrüssen. 86 Jahre ist er und genießt die Natur, das Wandern in den Wäldern und die frische, würzige Luft.  Mit 3 Geschwistern meines Vaters erlebe ich schöne Stunden, höre spannende, lustige und auch traurige Geschichten von meinen Vorfahren. Es wird mir wieder mal bewusst, wie gut mein Leben bis jetzt verlaufen ist – ohne Krieg, ohne Katastrophen und ohne Hunger.

Der Spaziergang in der Hagenbachklamm passt genau zum Thema – hier sehe ich viele Wurzeln und Steinwesen – sie sollen die ältesten Wesen auf unserer Mutter Erde sein.

Wurzeln und Wurzeln

Was bedeutet Wurzel? Ich habe im Duden nachgelesen und da steht unter anderem:

Im Boden befindlicher, oft fein verästelter Teil der Pflanze, mit dem sie Halt findet und der zugleich Organ der Nahrungsaufnahme ist.  Wurzala (althochdeutsch) heißt das Gewundene oder lat. radix – radikal heißt „wurzeltief“, einer Sache auf den Grund gehend, bei den Ursachen ansetzend.

In den letzten ca. 1 1/2 Jahren habe ich mich intensiv mit meiner Herkunft, meinen Wurzeln beschäftigt und sehr interessante Informationen in den Matriken-Büchern gefunden. Das sind die alten Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher, in denen du viel über deine Großmütter und Großväter lernen kannst. Du kannst die Bücher online ansehen und mit einiger Übung findest du dich sehr bald gut zurecht. Ich habe sehr spannende Wiederholungen bei Geburtsdaten gefunden. Geschwister, Vater und Tochter, oder Tante und Nichte, die am selben Tag geboren wurden. Ein Großvater und seine vielen Geschwister, deren Vornamen mit „H“ beginnen – was hat meine Urgroßeltern wohl zu dieser interessanten Namenswahl bewogen?

Akrobatik der Wurzeln

Wie wunderschön diese Wurzelwesen doch sind.  Und sie lassen mich nachdenken darüber, was mir Halt und Nahrung gibt. Das ist eine sehr interessante Übung, denn sie geht bis an die Wurzel, bis an den Ursprung. Was ist wichtig? Was brauche ich wirklich? Was, wenn ich alles Beiwerk weglasse, was bleibt übrig? Wer bin ich dann? Vielleicht magst du dich auch auf diesen Prozess einlassen?

Wurzeln (2)

Steine sind, wie schon gesagt, uralte Wesenheiten und haben daher ein archaisches Bewusstsein. Sie sind Hüter und Wächter, Träger von Energie, von Zeit und Raum. Sie lieben es, wenn wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen, sie berühren, ihr bemoostes Fell kraulen, uns an sie lehnen.

mystisches Steinesen Einäugig

Manchmal zeigen sie uns auch Gesichter und Steinwesen. Schau genau hin.

Bewacher am Weg

Kannst du sie erkennen?

alte Steinwesen

Hier eine wunderbare Übung von Jeanne Ruland:

Gehe in die Natur und suche dir einen Platz in der Nähe von Felsen und Steinen. Lehne dich mit der Stirn dagegen, lege deine Handflächen darauf. Fühle den Ton, den Puls und die Kraft des Steines. Verbinde dich mit seinem Energiefeld. Wenn du ganz mit dem Fels verbunden bist, stelle dir vor, dass sich im Stein eine Tür öffnet.  Schreite hindurch. Dahinter sitzt das Wesen des Steins. Du kannst ihm Fragen stellen und um ein Zeichen in deiner Realität bitten. Wenn die Zeit um ist, das Wesen verblasst und deine Vorstellung sich auflöst, bedanke und verabschiede dich und komm wieder zu dir zurück. Hast du ein Zeichen in deiner Realität bekommen? Wann und in welcher Situation war das? Was bedeutet es für dich?

erhabene Steinwesen

In der schamanischen Arbeit gibt es auch die Übung des Steine-Lesens. Zu einer bestimmten Frage werden alle Seiten des mitgebrachten Steines „gelesen“. Die Antworten des Steines sind wirklich immer wieder erstaunlich.

Begegnung mit einem Steinwesen

 

Ich wünsche dir viel Freude und viele hilfreiche Erkenntnisse.

Mitakuye Oyasin
Sigrid

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natürliche Pflegeprodukte selbst gemacht

Perfekt geschminkt zu sein, das war wohl nie mein Ding. Auch wenn ich in jungen Jahren immer wieder mal ganze Pflegeserien gekauft und mir fest vorgenommen hatte, sie anzuwenden – es lief immer auf das gleiche hinaus – ich verdarb mir meine Haut , sie wurde immer schlechter statt noch besser. Das selbe war mit Lidschatten, Wimperntusche, Foundation, Make up, Lippenstift. Einmal war ich bei einer Schminkberaterin und als ich in den Spiegel schaute, kannte ich mich nicht wieder. Es ist einfach nicht meine Art – und ich bin immer noch der Meinung, dass ein unauffälliges Make up sehr schön ist, alles was darüber hinaus geht, passt nicht zu mir. Und ich betone – ZU MIR! Es gibt viele Frauen, die ich sehr bewundere, wenn ich sie zu jeder Zeit perfekt geschminkt antreffe.

Also war mein Badezimmer immer schon etwas weniger belebt als andere. Je länger ich mich jedoch mit gesunder Ernährung beschäftige, desto klarer ist mir auch, dass es sogar noch wichtiger ist, was wir unserer Haut zumuten, als unserem Magen.

Langsam verwandelt sich daher mein Badezimmer in eine Küche.

Heute teile ich einige meine Pflegeprodukte mit dir:

Meine Zahnpasta besteht aus 2 Eßlöffel Bio-Kokosöl, 2 Teelöffel Natron (in der Apotheke erhältlich), 1 Teelöffel Zimt, 1 Teelöffel Kurkuma, 1 Teelöffel Sangodos (Korallensediment aus der Apotheke), einige Tropfen Pfefferminzöl.

Die Zutaten wirken antibakteriell, entzündungshemmend und aufhellend.

Wer möchte, kann auch ein bisschen Xylith (Birkenzucker) zum Süßen hinzufügen.

Solltest du Kronen haben, dann mit Grapefruitkernextrakt (ebenso in der Apotheke erhältlich) nachbürsten, da Kurkuma diese ev. gelb färben könnte.

Meine Zähne sind sehr schnell nach den ersten Anwendungen viel weißer geworden und bleiben es.

Vielen Dank an Karin Bender-Gonser für dieses Rezept!

Blume weiß1

Für mein Deodorant mische ich 2 Teelöffel Natron mit 2 Teelöffel Kartoffelstärke (Maizena oder Bio-Stärke), gebe Kokosöl dazu, bis eine cremige Konsistenz entsteht und  noch 10 Tropfen Salbeiöl. Du kannst natürlich auch ein anderes ätherisches Öl verwenden, je nach Geschmack und Laune.

Blume rosa

Mein Körperpeeling besteht aus 2 Eßlöffel Kaffeesud (wenn möglich bitte Fairtrade-Kaffee), gemischt mit Bio-Kokos- oder gutem Olivenöl. Du kannst auch ein bisschen Milch dazugeben. Hier gilt ebenso eine passende Konsistenz zu erreichen. Dann in der Dusche abbrausen, Wasser abstellen und reibe dich gut ein, Gesicht, Körper, Arme und Beine. Für den Rücken verwende ich eine Rückenbürste. Das funktioniert perfekt. Abtuschen – Dusche und Bürste reinigen (ein bisschen aufwändiger als sonst :-)) ) – fertig. Deine Haut wird wunderbar glatt und fein.

Rosenknospe weiß1

Als Körperlotion verwende ich abwechselnd ungeröstetes Arganöl (aus dem Bioladen), Bio-Kokosöl oder gutes Olivenöl.

Morgentau

Duschgels verwende ich gar nicht mehr, seit ich festgestellt habe, dass auch diese meinen Körper eher austrocknen und die umstrittenen Lauryl Sulfate enthalten. Wenn ich es vermeiden kann – warum nicht? Also dusche ich seit langer Zeit nur mit Wasser und Bürste.

Blume im Morgentau

Einzig bei der schwarzen Seife, die ich aus Interesse kürzlich erstanden habe, bin ich schwach geworden. Ich verwende sie hin und wieder und sie riecht einfach himmlisch. Hier gibt es unterschiedliche Varianten und ich werde noch testen und herausfinden, welche ich bevorzuge und dir davon berichten.

Hollunder

Bleibt noch das Haarshampoo. Hier habe ich bis jetzt grundsätzlich meinem Haarmonie-Naturfriseur vertraut und tue das immer noch. Allerdings hat mich die Idee meiner Freundin Eva fasziniert, auch die Haare „nur“ mit Wasser zu waschen. Also statt Shampoo Nopoo!  Dieses Projekt läuft noch – es gelingt mir (ich habe früher meine Haare täglich gewaschen), 3 Tage durchzuhalten, wasche aber mit verdünntem Shampoo. So soll es gelingen! Immer mehr verdünnen, bis Wasser übrig bleibt. Ich werde euch berichten, bzw. freue ich mich auf eure Erfahrungen!

Passionsblume violett

Mitakuye Oyasin
Sigrid

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