Schließe nichts aus im März

ja, so heißt meine März-Karte und es steht weiters:

„Ein sich selbst überlassener Wald schließt viele Arten von anderen Pflanzen und Lebewesen mit ein. Er lehnt andere Pflanzen oder Lebewesen nicht ab, deshalb kooperieren alle miteinander. Schließe als Mensch nicht alles Mögliche aus deinem Leben aus: Menschen, die sich anders verhalten als du, Ideen, ja sogar Eigenschaften von dir selbst. Jetzt ist es Zeit für dich, etwas an dich heran zu lassen und zu lernen, was Einbeziehen heißt.“

Es geht darum, Situationen, Menschen, Eigenschaften in meinem Leben willkommen zu heißen, offen zu sein für den Fluss des Lebens. Und genau das darf ich auf meiner 1-monatigen Reise nach Buenos Aires und Uruguay lernen. Vertrauen zu haben in den Fluss des Lebens – ich, die große Planerin, der es lieb ist, alles unter Kontrolle zu haben – jetzt darf ich lernen.

Und ich bekomme gleich bei meiner Ankunft in Buenos Aires eine Lektion – mein Kofferschloss lässt sich nicht öffnen – also muss eine Lösung her. In  Uruguay kann ich kein Geld abheben –  wieder muss ein Ausweg gefunden werden. Hitzeausschlag und Sonnenbrand – wie gehe ich damit um? Mein Plan, ein Auto auszuborgen geht nicht auf – lasse ich mich davon entmutigen?

Diese Lektionen lerne ich gut und schnell – finde Lösungen, finde mich ab und plane neu. Es gelingt mir, völlig losgelöst früh am Morgen das Hotel zu verlassen und noch nicht genau zu wissen, in welche Richtung werde ich mich diesmal wenden. Es macht mir immer mehr Spaß, los zu lassen, mich treiben zu lassen, neugierig zu sein, was sich zeigen mag. Die Menschen und das Leben beobachten, einfach nur das was da ist riechen, spüren, atmen, sehen. Hineinhorchen in mich, was möchte ich genau jetzt in diesem Augenblick wirklich.

Manchmal bin ich sehr dankbar allein unterwegs zu sein und überlege, wie wäre es, wenn ich mich jetzt mit jemanden einigen müsste? Könnte ich die Wünsche anderer so leicht annehmen? Wäre ich bereit, Kompromisse einzugehen? Was würde ich jedoch dadurch gewinnen?

Im Urlaub ist es einfach – alles, was anders und neu ist, beobachte ich mit Staunen und Neugierde. Wie wird mir diese Übung zu Hause im Alltag gelingen? Wie groß ist meine Bereitschaft  dann, nichts und niemanden auszuschließen? Mitgefühl zu haben mit allen Menschen, Dingen und Eigenschaften?

Ich beschließe, die empfohlene Übung aufzuschreiben, an meinem Badezimmerspiegel zu befestigen und jeden Morgen durchzuführen:

Visualisiere gelbes Licht in deinem Herzen und umgib dich damit. 

Affirmiere:

Alle Grenzen, die ich schmelze, und alle Hindernisse, die ich überwinde, führen mich tiefer in mein Herz hinein, hin zu größerer Erfüllung.

Vielleicht magst auch du diese oder eine ähnliche Übung machen? Viel Freude und gutes Gelingen wünsche ich dir!

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