Masken

Goldmarie und Pechmarie

Am 27. Dezember begegnen dir deine lichten und dunklen Seiten. Beide sind willkommen und haben ihren Platz und ihre Aufgaben. Holla, die große Göttin geht um in den Rauhnächten und zeigt und ihre beiden Gesichter.

Du kennst sicher die Perchtenläufe bei uns. Die wilde, furchterregende, dunkle, mystische und die helle, schöne, strahlende Figur. Beide Seiten tragen wir in uns. Holla, Frau Holle – wie wir sie aus dem Märchen kennen, lässt es schneien. Sie ist also auch die Gebieterin über die Elemente und Jahreszeiten.

Sonnenschein fließt von ihrem Haar, wenn sie es kämmt, die Welt ist von Nebel umhüllt, wenn sie Feuer macht und kocht, Wolken sind die Schafe der Frau Holle, die auf die Weide getrieben werden, Regen fällt, wenn sie ihr Waschwasser ausleert. Schüttelt sie ihre Federbetten aus, fällt Schnee auf der Erde.

Und dieser Schnee legt die Erde still und lädt uns ein, uns zu regenerieren. So wie die Natur es auch macht. Und ganz tief drinnen keimen bereits die ersten Samen – und die Natur nimmt ihren Lauf – wieder und wieder und wieder.

Und auch Frau Holle hat Fragen an dich…

Was magst du an dir?
Was möchtest du am liebsten vor dir und allen anderen verbergen?
Wie kannst du alle gelebten, geliebten sowie ungeliebten Anteile in Balance bringen, um dich als vollkommenes Wesen zu fühlen?

…und eine wunderbare Übung

Du brauchst dazu Karton, Schere, Locher, Klebstoff, Bindfaden, Bänder, Malfarben, Federn, Pailetten und was auch immer du findest. Du kannst dir auch Anleitungen für Masken aus Pappmaché im Internet holen.
Schaffe dir einen ruhigen und kreativen Rahmen und bastle 2 Masken – eine helle und eine dunkle. Denke bei deiner Anfertigung daran: Was möchtest du zum Ausdruck bringen? Und bewerte nicht – beide Masken haben ihre wichtigen Aspekte – die helle und auch die dunkle.

Die Masken erinnern dich immer wieder daran – welche Seite zeige ich gerade? Wie kann ich beide Seiten leben? Wann brauche ich welche Seite?

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Mitakuye Oyasin

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