Percht

Percht und die Nacht der Wunder

Wir sind bereits am Höhepunkt der Rauhnächte angelangt – in der Perchtennacht  vom 5. auf den 6. Jänner. Im Volksglauben wird diese auch die „Nacht der Wunder“ genannt. Noch einmal zieht die alte Muttergöttin mit ihrer Wilden Jagd über die Welt – und gerade bei uns zeigt sich das wunderbar im Außen mit Schneestürmen :-).

Und noch einmal sind die Schleier in die Anderswelt sehr durchlässig. Wir haben also eine gute Gelegenheit, Wünsche klar auszusprechen.
Es wird geräuchert, die Orakel werden befragt und wir sollen über das Feuer springen. Wenn du im Freien kein Feuer machen kannst, steige über eine Kerze. Übergib vorher (symbolisch) das, was du zurücklassen magst dem Feuer. Dann kannst du mit heiterer Gelassenheit und neuen Möglichkeiten und Chancen im Neuen Jahr weiter gehen.

Während der Rauhnächte gelten die Perchtengesetze: Es dürfen sich keine Räder drehen, keine Wäsche gewaschen und aufgehängt werden, die Spinnräder stehen still. Die Percht ist vor allem die Schutzgöttin von uns Frauen und wir sollen zur Ruhe kommen, besonders in dieser stillsten Zeit des Jahres.

Wenn du die Percht gnädig stimmen magst, stelle ihr in dieser Nacht weiße Speisen oder Milch auf das Fensterbrett. Bier mag sie auch gerne… Sie und ihre Wilde Jagd sollen auf jeden Fall genug zu Essen haben, bevor sie weiterziehen und für diesmal die Rauhnächte beenden.

Und natürlich hat die Percht Botschaften und Fragen für dich bereit:

  • Achte auf die Zyklen der Natur.
  • Springe hinein in neue Chancen, in die Mitte deiner Kraft.
  • Ziehe einen magischen Kreis und hole dir die unterstützende Kraft von allen Himmelsrichtungen, Elementen und Jahreszeiten, die dir immer und überall zur Verfügung stehen.
  • Woran hältst du noch fest? Was kannst du ins Perchtenfeuer werfen?
  • Was wirst du beenden, damit eine Neugeburt möglich wird?
  • Wer wirst du bei den nächsten Rauhnächten sein? Was wird neu an dir sein?

Mitakuye Oyasin

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